Rundgang

Der Beitrag "Rundgang" auf unserer Homepage soll dem an unserer Ortsgeschichte Interessierten Informationen zu bedeutenden Bauwerken in den Ortsteilen geben.

Der Rundgang führt vom "Alten Friedhof" zwischen Georgenhausen und Zeilhard zunächst durch Zeilhard, dann durch Georgenhausen wieder zurück zum "Alten Friedhof".

 

 

 

 

1   ALTER FRIEDHOF

Die älteste Einrichtung der beiden Gemeinden Zeilhard und Georgenhausen war der sog.Kirchhof, die Begräbnisstätte rund um die Kirche. Seit 1832 gibt es den Friedhof zwischen den beiden Orten.

 

Friedhofshalle 1962
Trauerhalle 2010

 

 

 

 

2   HIRSCHBACHSCHULE

Die Hirschbachschule 2007

1957

am 05.Mai Eröffnung der Hirschbachschule als Gemeinschaftsschule von Zeilhard und Georgenhausen

1966 nach Einweihung der Dr.-Kurt-Schumacher-Schule in Reinheim wird die Hirschbachschule Grundschule
1977/87 Wegen Raumnot Errichtung von zwei Pavillons auf dem Schulgelände.

 

 


3   BRÜCKENWAAGE

Die alte Brückenwaage in der Hauptstraße diente jahrzehntelang den einheimischen Landwirten als Wiegeanlage. Sie wurde 1916 von der Firma Schenck aus Darmstadt erbaut.

2001 wurde die Anlage von der Interessengemeinschaft Brickewoog

renoviert und wird seitdem auch fachgerecht gewartet.


Alljährlich im Sommer findet das "Brickewoogsfest" statt: Im Festzelt vor der Anlage wird ausgeschenkt und Gegrilltes angeboten. "Kutscher Karl" (Vonderheit) dreht seine Runden. Der Erlös des Festes ist für die Unterhaltungsarbeiten bestimmt.

Kutscher Karl Beim Brickewoogfest

 

 

 

4   DER   HOF   VONDERHEIT

Bei diesem Bauernhof handelt es sich um eine Fränkische Hofreite mit der typischen Stellung der Gebäude zueinander: Wohnhaus mit anschließendem Wirtschaftsgebäude und gegenüber liegendem Stall, im Verbund dazu die quer stehende Scheune, dahinter der Garten. Den Abschluss zur Straße bildet ein großes Hoftor mit Handpforte.

Plan Hof Vonderheit

Wohnhaus mit Hoftor Stallgebäude

Blick auf die Scheune

 

 

 

5   ALTE  SCHULE

Der Neubau der Zeilharder Volksschule - Alte Schule - erfolgte 1864, nachdem der Unterricht seit 1787 in verschiedenen Bauernhäusern stattgefunden hatte, wo es schließlich an Platz mangelte. In der Alten Schule wurde bis 1957 unterrichtet. Heute dient das Gebäude mit dem Türmchen als Wohnhaus.

Alte Schule um 1900

1940

1960 2010

 

 

 

6   ALTE SCHULE/ EHEMALIGE BÜRGERMEISTEREI


Wegen zunehmender Schülerzahlen wurde ein weiteres Schulhaus nötig. 1905 wurde der Neubau eingeweiht. Er enthielt einen großen Schulsaal, Räume für die Amtstätigkeit des Bürgermeisters, eine Lehrerwohnung im 1.Stock sowie einen Raum für die Gerätschaften der Feuerwehr.
Der Schulsaal wird heute von Vereinen und dem Ortsbeirat Georgenhausen / Zeilhard genutzt.
um 1940 um 1960 heute

 

 

 

7   ALTE  QUELLKAMMER

Oberhalb des Zeilharder Rückhaltebeckens, etwa 250 m in Richtung Ober - Ramstadt haben 2001 / 2002 Mitglieder des Geschichtsvereins den lange vergessenen Zugang zur so genannten Brunnenstube nach Hinweisen aus der Bevölkerung geortet, freigelegt und ausgebaut.
In diesem etwa 200 Jahre alten, heute noch funktionierenden Bauwerk wurde Quellwasser gesammelt und über eine ca. 3 km lange hölzerne Rohrleitung zum Hofgut Georgenhausen geleitet.

Beim Ausbuddeln Der geöffnete    Zugang Das Innere Tür zur Kammer
Der neue Zugang

 

 

 

G E O R G E N H A U S E N

 

 

 

A: Ehemalige Kleinkindschule / Bürgermeisterei

Das Gebäude wurde auf Wunsch des Gemeinderates von Georgenhausen und auf Anregung des Gemeindepfarrers erbaut und 1901 eingeweiht.

Das Erdgeschoss wurde als Kleinkindschule von Georgenhäuser und Zeilharder Kindern im Vorschulalter genutzt.                                                                   Die Betreuung übernahm eine Diakonisse (Kinderschulschwester), die im Gebäude der Kleinkindschule wohnte und von beiden Gemeinden bezahlt wurde.

Im Obergeschoss des Gebäudes tagte bis zur Eingemeindung nach Reinheim 1976 der Gemeinderat von Georgenhausen.                                                   Ebenso befanden sich hier von 1945 - 1976 die Amtsräume des Bürgermeisters.                                                                                              Verschiedene Räume dienten von 1949 - 1957 der Volksschule und der Fortbildungsschule als zusätzliche Unterrichtsräume.

Heute nutzen die Stadt Reinheim und einige Vereine die Räumlichkeiten.

Kleinkindschule 1926 Kleinkindschule im Rathaus
Kinder der Kleinkindschule 1929 Rathaus 2010

 

 

 

 

B: Evangelisches Gemeindehaus


Das heutige evangelische Gemeindehaus in der Marienstraße 10 ist hervorgegangen aus einem etwas kleineren Vorgängerbau, der um 1780 an dieser Stelle stand. Dieser diente als Schulhaus, das erweiterte Gebäude als Schulhaus mit Lehrerwohnung.

Später wurde das Gebäude renoviert (1824 ) und gleichermaßen als Gemeindehaus und auch als Schule genutzt.

Georg Heinrich Hörr erwarb es und machte 1876 daraus ein Wohnhaus, da in der heutigen Ollenhauerstraße ein neues Schulgebäude errichtet wurde.

1895 gelangte das Gebäude in den Besitz des Hofgutes. Es wurde 1931 aufgestockt.

Seit 1968 dient das Gebäude als evangelisches Gemeindehaus, brachte mehrere Umbauten hinter sich, wobei auch ein Anbau mit Flachdach entstand.

Evang. Gemeindehaus um 1780 Evang. Gemeindehaus um 1850
Evang. Gemeindehaus 1910 Evang. Gemeindehaus 2010

 

 

 

 

C: Ehemaliges Hofgut - Wirtschaftsgebäude

Das Hofgut war im 17.Jahrhundert mitsamt dem ganzen Dorf durch Vererbung in die Hände der Freiherren von Haxthausen gelangt.1836 verkaufte der Enkel von Albertina Charlotte von  Haxthausen das Gut ( Wirtschaftsgebäude und Herrenhaus ) an den Grafen Görtz zu Schlitz. Dieser ließ 1840 die alten hölzernen Wirtschaftsgebäude abreißen und durch die heute noch vorhandenen steinernen Gebäude ersetzen. 1947 wurde das Hofgut im Zuge der Bodenreform verstaatlicht, seit 1960 befindet es sich wieder in Privatbesitz.

Kirche und Hofgut 1930 Hofgut 1950
Einfahrt zum Hofgut 2010 Innenhof des Hofgutes 2010

 

 

 

 

D: Ehemaliges Hofgut - Herrenhaus

Das alte zweigeschossige Herrenhaus des Hofgutes wurde 1730 im Auftrag von Albertina Charlotte von Haxthausen erbaut. Das damalige Gebäude war ein mit Holzschindeln verkleideter Fachwerkbau von etwa gleichem Aussehen wie das heutige. 1911 ließ Graf Görtz zu Schlitz nach dem Abriss des alten Hauses das jetzige Gebäude als Herrenhaus des Hofgutes in neobarocken Formen neu errichten

Blick auf das Herrenhaus des Hofgutes 2010 Das alte Herrenhaus 1907
Das Herrenhaus 2010 - Gartenseite Das Herrenhaus 2010 - Hofseite

 

 

 

E: Haxthausentürchen
In der Mitte des 17.Jh. gelangte die Familie von Haxthausen in den Besitz des Hofgutes und des Kirchenareals. Sie erhielt somit das Patronat über Dorf und Kirche und besaß aus diesem Grund in der Kirche ein eigenes Gestühl. Aus Bequemlichkeit wollte man nicht auf einen eigenen direkten Eingang zur Kirche verzichten. So wurde der Seiteneingang zum Hof der Kirche geschaffen: das sogenannte Haxthausentürchen. Wegen starker Verwitterung und Altersschwäche hat man 2002 / 2003 dieses Sandsteinportal auf Anregung des Geschichtsvereins restauriert.
Das verwitterte Haxthausentürchen 1983
Die Restauration wird besprochen 2002


Die Restauration ist abgeschlossen

 

 

 

 

F: Inselbrücke / Schinderhanneshäuschen

Der Alte Teich im heutigen Freizeitgelände war ehemals Teil einer herrschaftlichen Parkanlage,die zum damaligen Hofgut gehörte und weit über die Grenzen Georgenhausens bekannt war.Seit Jahrhunderten führte ein Steg (Inselbrücke) zur Insel im Alten Teich,auf der ein altes Fachwerkhäuschen stand. In diesem soll nach Überlieferung um 1800 der berüchtigte Räuberhauptmann Schinderhannes übernachtet haben.Von da an war es im Volksmund das Schinderhanneshäuschen.Wegen Baufälligkeit wurde es 1975 abgerissen.Den Steg erneuerte man 2007, das Schinderhanneshäuschen wurde 2008/2009 durch die Initiative des Ortsverschönerungsvereins Georgenhausen nach alten Unterlagen originalgetreu wieder aufgebaut.

Schinderhanneshäuschen vor dem Abriss 1975 Rekonstruktion des Häuschens 2009

Der neue Steg (Inselbrücke) Der Steg zur Insel im Alten Teich

 

 

 

 

G: Georgskirche
Die evangelische Kirche von Georgenhausen liegt gegenüber vom Hofgut. Ein 1918 gefundener Viergötterstein läßt vermuten, dass an diesem Platz einst ein römisches Heiligtum stand. Auf dessen Bauresten ließ das Rittergeschlecht der Rodensteiner wahrscheinlich schon vor dem 14.Jahrhundert die erste Kirchenanlage errichten.Man unterstellte sie dem Schutz des heiligen Georg. 1790 riss man die baufällig gewordene Kirche größtenteils ab. Anstelle des Rodensteiner Gotteshauses ließ 1791 die Familie von Haxthausen - die damaligen Herren des Hofgutes - die Kirche in ihrer heutigen Gestalt neu aufbauen.
Röm. Viergötterstein/Herkules Röm.Viergötterstein/Merkur mit Stab
Anlage Kirchenmauer um 1980 Anlage Kirchenmauer Winter 2010

 

 

 

H: Das ehemalige Schulhaus
Das ehemalige Schulhaus in der Ollenhauerstraße 17 wurde um 1800 als Wohnhaus erbaut. 1876 erwarb es die Gemeinde Georgenhausen, stockte es auf und baute es um, damit es als Schul - und Lehrerwohnhaus genutzt werden konnte. Bis 1957 diente es den Georgenhäuser Kindern als Volksschule.
Ehemalige Schule  um 1999 Ehemalige Schule 2010
Ehemalige Schule 2010

 

 

 

 

I:  Pumpenhäuschen
Die 1948 erbaute Pumpenanlage sicherte die Trinkwasserversorgung der stetig wachsenden Ortsteile Georgenhausen und Zeilhard und garantierte einen ausreichenden Wasserdruck in den höher gelegenen Neubaugebieten. Aus einem uralten Quellteich (am heutigen Edeka - Parkplatz) wurde Trinkwasser entnommen und über Pumpen im Häuschen in das Wasserleitungssystem eingespeist.
Pumpenhaus 1959 Pumpenhaus 2011
Pumpenhaus 2011

 

 

Nun sind wir am Ende des Rundganges durch Zeilhard und Georgenhausen angelangt. Wir hoffen, wir haben Ihr Interesse geweckt. Sollten Sie sich für Einzelheiten interessieren, wenden Sie sich bitte direkt an den Geschichtsverein (siehe: Kontakt).

Geschichtsverein Georgenhausen - Zeilhard , 2010 -2011